120. Beitrag

Seit dem letzten Beitrag ist lediglich eine knappe Woche vergangen. Und doch fühlt es sich an, als wäre der letzte Beitrag Wochen her. Dabei hat sich doch gar nicht so viel getan, oder?

Seit gestern hat meine komplett Auszeit von sämtlichen Terminen und Verpflichtungen begonnen. Das heißt: Kein neuer Versuch, beruflich Fuß zu fassen, kein Lebensmittel retten mehr, keine Therapien. Und das alles bis Ende diesen Jahres. Ich habe nach der zweiten Impfung so sehr gespürt, dass ich einfach keine Kraft mehr habe und alle Reserven verbraucht sind. Jede noch so kleine Kleinigkeit hat mich fast zusammenbrechen lassen. Jeder noch so kleine Termin hat mich komplett aus der Bahn geworfen und mir aufgezeigt, dass es dringend Zeit für eine längere Pause ist.

Und ich muss sagen, dass ich bereits am zweiten Tag schon eine deutliche Verbesserung spüre! Mein ganzer Stresslevel im Körper wird weniger! Die Anspannung ist nicht mehr so hoch! Mein Herzschlag ist nicht mehr so hoch und zudem regelmäßiger… Ich habe nicht mehr so starke Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich.. Allgemein fühle ich mich befreiter und habe schon am zweiten Tag der Auszeit wieder mehr Lust auf das Leben:-). Habe wieder mehr Lust, unter Menschen zu gehen; teilzunehmen aber auch zu verweilen; lange Spaziergänge zu machen; zu meditieren; mich ein Stück weit wieder neu zu entdecken und kennnenzulernen; meine Kraftreserven wieder aufzufüllen; stabiler zu werden. Mir Gutes tun:-). Ich erlaube mir, so viel zu unternehmen, wie ich es brauche; es hilft und gut tut. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Ich darf alles unternehmen was ich möchte:-). Voraussetzung ist lediglich, dass ich es wirklich will und nicht meine ungesunden Anteile reinfuschen. Die Destruktiven. Die mir manchmal vormachen, etwas zu wollen, um mich weiter zu schwächen oder um auf sich aufmerksam zu machen. Deshalb höre ich im Moment nur noch auf mein Bauchgefühl. Sollte ich übrigens allgemein noch öfter tun. Wäre sicherlich hilfreich und sinnvoll. Das Bauchgefühl wird nämlich oft von den destruktiven Anteilen untergebuttert. Manchmal so sehr, dass ich keinen Zugriff mehr drauf habe.

Jetzt, wo ich mir die Auszeit genommen habe, spüre ich ganz extrem, dass die destruktiven Anteile ordentlich gewütet haben. Wie ein Orkan sind sie über mich hinweggefegt und haben ein kleines Trümmerfeld hinterlassen. Und dazu beigetragen, dass ich komplett erschöpft und mit meinen Kräften am Ende bin/ war. Deshalb ist es umso schöner, zu spüren, dass die Kraftreserven durchaus wieder aufgefüllt werden können und dass es bereits mit kleinen schönen Momenten im Alltag möglich ist:-). Das buntgefärbte Laub, die klare frische Luft, das Wolkenspiel am Himmel, die Sonne, die sich immer wieder ihren Weg bahnt, die wärmende Kraft, die sie noch beitzt, Vögel, Eichhörnchen, Rehe und all die Tiere, die im Park wohnen und sich von mir nicht stören lassen, ein nettes Lächeln… Und natürlich auch die Kraft durch Meditation. Die Kraft durch Achtsamkeit. Beides zeigt mir ganz deutlich, dass ich irgendwo in mir drinnen doch noch versteckte Kraftreserven habe, von denen ich bisher noch nichts wusste. Die ich bis heute nicht kannte… Und nun spüren darf, dass sie vorhanden sind:-). Ganz langsam und leise, völlig unaufgeregt, öffnen sie ihre Türen und durchfluten mich mit neuer Kraft, neuer Energie, neuem Lebensmut… Und ganz langsam weicht damit auch die Dunkelheit, die Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, die Trauer, der Schmerz, die Anspannung, die Unruhe. Nur ganz langsam- und doch spürbar:-). Ein schönes Gefühl:-). Und schöne abschließende Worte für diesen Beitrag.

Bald mehr von mir. Eure Nina

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