Hilfsliste

In dieser Hilfsliste findet ihr eine Übersicht an Dingen, die mir persönlich geholfen haben:

  • Therapien und Medikamente:  Dadurch habe ich es geschafft, mein Leben umzukrempeln und nach meinem Zusammenbruch 2012 (dem Beginn meiner Geschichte) überhaupt wieder lebensfähig zu werden.
  • Dankbarkeit! Ich bin dankbar für alles, was ich habe. Darauf konzentriere ich mich; es gibt so vieles, was ich mir wünsche und was andere Menschen bereits besitzen. Aber darauf schaue ich nicht mehr. Ich bin dankbar für meine Wohnung, mein soziales Umfeld, ausreichend Essen… Dankbar für jede Kleinigkeit, für liebevolle Worte und Gesten, Lächeln anderer Menschen, die Sonne, Wärme, Liebe… Dankbarkeit spendet Zufriedenheit und Glück:-))); Vergleiche. Neid und Missgunst zerstören den inneren Frieden und das eigene persönliche Glück.
  • Achtsamkeit. Die Augen schließen und mich nur auf ein spezielles Geräusch konzentrieren (z.B. Vogelgezwitscher) und dieses nicht bewerten (also nicht denken: “Das blöde Vogelgezwitscher”). Einfach nur hören und  wahrnehmen.  Eine Bewertung (blöd, nervig, stressig,…) führt immer zu einer erhöhten bis sehr hohen Anspannung, die lange anhalten kann. Diese Anspannung  wiederum führt zu einem hohen Leidensdruck und (eventuell) zu selbstverletzendem Verhalten. Hierzu gibt es z.B. Hefte im Handel, die Übungen vorschlagen (eines der Hefte ist die “Flow”)
  • Öfter und schneller auf mein Bauchgefühl hören! Es sagt mir immer, was richtig ist. Ich sollte aber offen genug sein, auch drauf hören zu wollen. 
  • Bewegung jeglicher Art (egal, ob Sport, Treppen steigen, spazieren gehen, etc.). Bewegung baut Anspannung ab und hilft dabei, gelassener zu werden.
  • Progressive Muskelentspannung; hier geht es darum, verschiedene Körperteile nacheinander anzuspannen und danach wieder zu entspannen. Dadurch komme ich zur Ruhe und spüre mich selber viel besser.
  • Eine feste Tagesstruktur. Wenn ich weis, welche Termine anstehen (und wenn es “nur” die drei Mahlzeiten zu relativ festen Uhrzeiten sind) hilft die Struktur mir in schlechten Phasen, den Tag besser zu überstehen und morgens überhaupt aus dem Bett zu kommen.
  • Mich mitteilen. Egal, ob ich mit Freunden spreche, schreibe oder Selbstgespräche führe: Alles, was mich belastet, möchte mitgeteilt werden. Ist es dann raus, fühle ich mich deutlich besser und bin entspannter. Meine Gefühlswelt relativiert sich dadurch wieder.
  • Skills. Das sind “Hilfsmittel”, um von einer extrem hohen Spannung, durch die die Handlungs- und Denkfähigkeit stark verringert ist, runterzukommen. Bei mir ist es das Kühlpack aus dem Eisfach, das ich mir auf die Handgelenke und die Stirn drücke. Dadurch “kühle ich mich runter” und werde wieder handlungsfähig.
  • Meine Motivationswand. Ich habe mir eine Leinwand gekauft, auf die ich z.B. Fotos, Eintrittskarten, etc. aufgeklebt und für mich wichtige Schlagwörter (annehmen, loslassen, mutig sein, etc.) aufgeschrieben habe. Dadurch kann ich sehen, was ich schon alles erreicht habe und was ich noch erreichen möchte. In schlechten Phasen geht das Positive verloren. Durch die Leinwand kann ich mich schnell wieder an positive Ereignisse erinnern.
  • Hobbies. In diesem Fall das Lesen. Jeden Abend vorm Schlafengehen. Das entspannt und beruhigt mich abends und ich kann besser einschlafen. Aber auch das Kochen und Backen. Das ist für mich wie Meditation und ich habe ein sichtbares Ergebnis, das auch noch gut schmeckt 😆 .
  • Eine sinnvolle Aufgabe. Bei mir definitiv meine Arbeit und mein Ehrenamt bei Foodsharing (Retten von Lebensmitteln). Es ist, meiner Meinung nach, unerlässlich, einen Sinn im Leben zu sehen.