Archiv der Kategorie: Herzlich willkommen

108. Beitrag

Heute mal wieder ein Beitrag von mir:-). Ich werde in den nächsten Wochen eine kurze Schreibpause einlegen. Im Moment ist mir einfach alles zuviel. Neben meiner Borderline Störung leide ich auch unter chronischen Depressionen. Die letzten Monate habe ich gemerkt, dass mir diese Erkrankung (die Depressionen) jede Menge Energie und Kraft geraubt haben, sodass ich nur noch selten in der Lage war, mich über die kleinen Dinge im Leben zu freuen.

Da es nun aber berechtigte Hoffnung gibt, dass die Depression zumindest ein wenig besser wird, werde ich die kommenden Wochen nutzen, um eine Art persönliche Reha für mich zu organisieren. Das heißt: Jede Menge Spaziergänge in der Natur, das Nutzen meiner Massageliege, die ich mir organisiert habe, viel lesen, wieder mehr Lebensmittel verarbeiten…. Alles, was gut tut und hilft ist erlaubt:-). Und wenn es eine Zeit lang nicht geht ist es auch erlaubt im Bett zu bleiben und mich auszuruhen. Dann braucht mein Körper Erholung durch Schlaf. Das ist vollkommen in Ordnung!

Nächste Woche habe ich zusätzlich noch einen Termin bei einem Orthopäden um die permanenten Kopfschmerzen untersuchen zu lassen. Ich habe ja sowieso eine leicht schiefe Wirbelsäule und eine leichte Fehlhaltung im ganzen Körper. Durch den ganzen Stress und die schwere Depression der letzten Monate hat sich das natürlich deutlich verstärkt. Vielleicht habe ich ja Glück und der Orthopäde verschreibt mir Krankengymnastik. Das würde mir ganz sicher auch schon helfen. Im Moment ist also jegliche Art von Hilfe willkommen:-). Alles, was mir den Alltag erleichtert, ablenkt, mir die Schmerzen nimmt, … Egal, was es ist. Hauptsache es hilft. Dann wird es mir hoffentlich bald auch wieder soweit gut gehen, dass ich meinen Alltag wieder besser schaffe, schmerzfrei werde und wieder Freude am Leben empfinden kann… Ich wieder eine Perspektive habe und weiß, wohin die Reise geht.

Ich werde auf jeden Fall gut auf mich aufpassen und mich fürsorglich um mich selber kümmern:-). Bis bald, eure Nina

107. Beitrag

Grade eben habe ich mal wieder einen langen Spaziergang im Park unternommen und hatte dabei wieder viele wunderschöne Momente und Begegnungen. Ich finde es jedesmal wieder überraschend und überwältigend, Tiere in ihrer freien Natur zu beobachten. Jedesmal wieder berühren mich diese Begegnungen ganz tief im Inneren… Heute habe ich das erstemal gesehen, wie ein Graureiher nach Fischen taucht und tatsächlich Beute macht. Ich konnte es erst gar nicht glauben… Soetwas sieht man sonst nur im Zoo… Und nicht in der freien Natur. Und das ganze passierte vielleicht zwei Meter neben mir. Ganz stolz stand der Reiher am Fluß… Es sah fast so aus, als wenn er sich richtig über seine Beute freut. Mit einem Happen war der kleine silberne Fisch dann auch schon verspeist. Das fand ich ziemlich überwältigend, pur und echt. Das ist ja genau das, was ich an der Natur so mag. Sie ist eben, wie sie ist. Echt, natürlich und pur.

Auch die zweite Begegnung war mit wildlebenden Tieren. Mit Rehen. Ein Reh stand auf einer kleinen Lichtung. Nicht weit von mir. Ich bin sofort stehen geblieben. Völlig fasziniert und gefesselt von der Situation. Das Reh und ich: Wir haben uns in die Augen gesehen.. Total spannend. Eher durch Zufall habe ich dann in das Gebüsch direkt am Wegesrand geschaut. Und was habe ich dort gesehen? Ein zweites Reh. Ein ziemlich großes! Keine drei Meter von mir entfernt! Total faszinierend! Ich bin so froh und dankbar für diese Begegnungen! Sie berühren mich so sehr und bestätigen meine tiefe Verbundenheit mit der Natur… Die Natur ist meine größtes Kraftquelle… Mein Seelenort…

Dabei war der Spaziergang gar nicht geplant. Ganz im Gegenteil! Ich wollte nur kurz zu Rossmann und danach sofort wieder zurück nach Hause… In mein sicheres und geschütztes Nest. Ich hatte noch nicht einmal meine Sonnenbrille dabei. Dadurch schütze ich ja nicht nur meine Augen vor der Sonne (die heute aber nicht scheint) sondern mein Inneres, mein Seelenleben vor den Blicken anderer Menschen. In Phasen wie diesen, in denen ich sehr in mich zurückgezogen lebe, gehe ich normalerweise nie ohne Sonnenbrille raus. Da ist es dann auch ganz egal, ob die Sonne nun scheint oder nicht. Und was soll ich sagen: Sobald ich den Wald betreten habe, habe ich komplett vergessen, dass ich gar keine Sonnenbrille aufhatte. Als ich also mit meinem Einkauf fertig war, habe ich so eine tiefe Sehnsucht zur Natur verspürt… Diese Sehnsucht war tatsächlich größer als alles andere. Und so bin ich zu meinem Spaziergang und zu den wunderbar berührenden Begegnungen gekommen.

Momentan bin ich am liebsten mit mir alleine. Ohne einsam zu sein. Ich genieße die Nähe zu mir… Versuche, mir mein Leben grade so schön und angenehm wie möglich zu gestalten; mich auszuruhen, viel und lange zu schlafen, die Seele vor dem Negativen in der Welt draußen zu schützen und mich komplett nur auf das Schöne, das Gute in dieser Welt zu fokussieren. ich gucke keine Nachrichten mehr, bin kaum noch in den sozialen Medien unterwegs und halte mich von Menschen mit negativer Aura fern. Um mir nun eine schöne Zeit zu ermöglichen habe ich mir ein neues Puzzle gekauft, war relativ viel Lebensmittel retten, wodurch ich gut mit Essen versorgt bin und gleichzeitig die Möglichkeit habe, zu kochen, zu backen und natürlich zu essen:-). Dadurch komme ich mir und meiner inneren Mitte immer näher; spüre mich wieder mehr; spüre auch viel intensiver wieder, was ich wirklich will und auch brauche, und was eben nicht. Je mehr ich mich spüre und fühle desto schneller und besser kann ich darauf reagieren; werde wieder handlungsfähiger und zufriedener; die negativen Gedanken und Gefühle nehmen rasch ab und machen dem wahren Leben wieder Platz. Dem guten Leben. Dem Leben, das ich gerne lebe….

Ja. Das ist der aktuelle Stand im Moment. Die Richtung stimmt:-). Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen. Aber ich schaffe es immer mehr, im Hier und Jetzt zu leben und nicht mehr so oft daran zu denken, was die Zukunft bringen könnte. Es wird sich sowieso alles finden und ergeben.. Ich muss wieder etwas mehr darauf vertrauen und auch mal warten können… Nicht immer einfach; dafür aber machbar. Es braucht ein wenig Zeit und Geduld… Und ich bin bereit mir beides zu gewähren, zu ermöglichen. Spannend!

Bis bald, eure Nina

106. Beitrag

Puh.. Das war mal wieder ein Woche mit extremen Höhen und Tiefen, wechselhafter Stimmung, viel Durcheinander, Chaos im Kopf. Und gleichzeitig eine Woche, in der ich endlich wieder an bereits Erlerntes anknüpfen konnte. Konkret meine damit, dass ich mich, angeregt durch ein Telefonat mit meiner besten Freundin, wieder an meinen Leitsatz erinnern und diesen sogar sofort wieder anwenden konnte! Dieser Leisatz lautet: “Alles, was grade ist darf auch sein. Alles hat seine Berechtigung.” Darin enthalten sind alle vorhandenen Gefühle und Gedanken. Ganz egal, wie positiv oder negativ sie auch sind.

Dieser Leitsatz hilft mir wieder sehr, meine Gefühle und Gedanken anzunehmen ohne sie zu bewerten. Dadurch leide ich nicht mehr so sehr unter meinen mitunter sehr extremen Gedanken. Sie sind teilweise wirklich vernichtend… Oft wehre ich mich einfach nur gegen diese vernichtenden Gedanken; möchte sie mit aller Kraft und Gewalt wegdrängen; und das mit der gleichen Macht und Brutalität, die sie selber mitbringen. Das ergibt dann ein ziemliches Konfliktpotenzial. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Sowohl auf der gedanklichen als auch auf der körperlichen Ebene. Da ist es dann kaum möglich Frieden in mir zu schließen… Die Anspannung steigt wieder gefährlich hoch… Da braucht es fruchtbare Gegenmaßnahmen, die ich ergreifen muss, damit es in mir nicht noch weiter eskaliert. Das wichtigste ist die Bewegung um die Masse der Gefühle und Gedanken, die sich durch Bewegungslosigkeit angestaut haben ins Rollen zu bringen. Das Knäuel, in dem alles durcheinandergewirbelt wird und zu einer Masse verschmilzt, zu entzerren und aufzulösen. Um wieder aktiv handeln zu können und Herrin der Lage zu werden; um auf mich aufzupassen und mich zu beschützen- vor mir selber.

Mein Leitsatz ist dabei leider lange Zeit auf der Strecke geblieben… Oft erinnere ich mich in Krisenzeiten nicht mehr an das bereits neu Erlernte; weder an neue Strategien noch an neue Wege… Dabei ist das soooo wichtig und entscheidend auf dem Weg zur Heilung!!! Wenn alles, was da ist, plötzlich eine Daseinsberechtigung bekommt, hat es keine Macht und keinen negativen Einfluss mehr auf mich. Die oft als übermächtig empfundenen Gefühle und Gedanken können mir dann nicht mehr schaden. Sie sind dann genau das, was sie früher einmal waren: Wegweiser und ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl, auf den es zu hören gilt. Sie wollen mir gar nicht schaden sondern mir dabei helfen, wieder auf den richtigen Weg zurück zukehren. Wieder zu mir selber zu finden… Ich interpretiere sie häufig falsch- oder sie drücken sich vielleicht auch etwas extrem aus.. Das ist sehr typisch bei mir. Sie wollen mir zeigen, dass es an irgendeiner Stelle eine massive Überforderung gibt; oder Ereignisse aus der Vergangenheit, die sich langsam einen Weg an die Oberfläche bahnen und dringend gesehen und nicht verdrängt werden müssen; Ereignisse, die alle eine Berechtigung haben dazusein und nicht verdrängt zu werden. Alte Ereignisse zulassen, sie ansehen, ihnen eine Berechtigung geben,sie annehmen und akzeptieren. Das ist ja genau die Thematik, die sich bei mir hinter den extremen Gedanken und Gefühlen versteckt. Dadurch gelangen sie an die Oberfläche… Werden sichtbar. Erstmal nur für mich. Und für meine Ergotherapeutin. Später dann vielleicht auch für andere. Vielleicht für euch???

Es ist noch ein sehr langer Weg bis zur Heilung. Aber ich gehe diesen Weg. Mit meinem kleinen Sturkopf, der gern auch mit dem Kopf durch die Wand möchte;-). Ich muss ihn immer mal wieder einfangen und bremsen. Sonst steht er sich selber im Weg und trägt durch sein Verhalten oft noch zu weiteren Verletzungen bei, die eigentlich überflüssig sind… Nun haben mein kleiner Sturkopf und ich uns aber wieder vertragen und einen Weg zueinander gefunden. Einen liebevollen, würde ich sagen:-).

Der kleine Sturkopf wird in nächster Zeit sicherlich immer mal wieder auftauchen;-). Ich bringe ihn dann mit auf diese Seite. Dann lernt ihr ihn vielleicht auch mal kennen. Wer weiß? Dann bis bald, eure Nina

105. Beitrag

So langsam aber sicher neigt sich der Sommer dem Ende zu. Darüber freue ich mich sehr:-). Nun kommt meine Lieblingsjahreszeit: Der Herbst. Gestern war ich wieder lange im Park und da habe ich den herannahenden Herbst das erste Mal gerochen: Er riecht so würzig, nach nasser Erde, blumig, erholt und frisch. Es ist dieser ganz besondere Duft, den ich über alles liebe und den ganzen Tag riechen könnte. Außerdem verfärbt sich das Laub; die Bäume werfen ihre Blätter ab und bereiten sich auf den Winter vor.

In meinem Leben läuft ja sehr viel über die Sinne ab. Insbesondere über das Riechen und das Fühlen. Ich könnte stundenlang die verfärbten Blätter betrachten, sie in die Hand nehmen, berühren, sie fühlen… Das verbinde ich mit dem Herbst: Sehen, spüren, fühlen. Und natürlich auch hören, wenn der Wind durch das Laub weht: Das Rascheln. Ein schönes Geräusch. Außerdem liebe ich es, dass es draußen jetzt langsam ruhiger wird; die Menschen sich wieder mehr in ihre Wohnung zurückziehen… Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich bin jetzt lieber draußen als sonst. Habe wieder mehr Antrieb, mehr Freude im Leben.

Ich spüre immer mehr, dass mich der Lärm der Stadt stresst, die ganzen Menschen, die Lautstärke, die Geschwindigkeit… In der Natur habe ich meine Ruhe. Empfinde Frieden. Bin geerdeter, glücklicher, zufriedener. In der Natur finde ich sofort meine innere Mitte und meinen inneren Frieden. Kann besser atmen und bekomme besser Luft. Dort bin ich mit mir und meiner Welt im Reinen. Deshalb habe ich mir zum Beispiel einen neuen Rucksack gekauft, um immer länger draußen in der Natur bleiben zu können. Ich habe nun regelmäßig ein kleines Picknick im Rucksack und kann es in der Natur essen. Das mache ich sowieso gerne. Oder einfach nur sitzen, die Ruhe genießen und entsapnnen. Mehr braucht es oft nicht, um glücklich zu sein.

Grade in der jetzigen Zeit, wo die Menschen gefühlt immer aggressiver werden. Auch hier in meiner Umgebung außerhalb meiner Wohnung. Zumindest empfinde ich es grade im Moment so. Davor muss ich mich dringend schützen, um mich nicht anstecken oder mitreißen zu lassen. Das is momenan tatsächlich sehr schwer… Deshalb werde ich in Zukunft noch mehr Zeit in der Naur verbringen und mich ein wenig aus den sozialen Medien zurückziehen, wo immer nur schlechte Nachrichten verbreitet und gegen andere Menschen gehetzt wird. Im Moment finde ich es absolut unerträglich. Das ganze Negative, was über die Medien auf mich einstürzt. Wo man auch hinschaut :Überall sind nur neagtive Nachrichten, über die berichtet wird. Immer nur Katatstrophen. Da ist es auch kein Wunder, dass die Menschheit langsam immer mehr durchdreht. ausrastet und aggressiv wird. Wenn immer nur schlechte Nachrichten verbreitet werden und das Gute auf der Strecke bleibt bzw. übersehen wird…

Nun ja. Die Medien kann ich nicht ändern. Dafür aber meine eigene Reaktion darauf; meinen Umgang damit. Ich muss mich dem ja nicht aussetzen sondern kann selber entscheiden, wie ich damit umgehe. Mein Umgang wird es auch weiterhin sein, mich auf das Gute in der Welt zu konzentrieren; es für mich herauszufiltern; dankbar zu sein für das, was ich habe; mich weiterhin an den kleinen Wundern des Lebens zu erfreuen; zu fühlen, zu sehen, zu leben:-).

Und natürlich, euch daran teilhaben zu lassen:-). Dann bis bald, eure Nina

104. Beitrag

In letzter Zeit ertappe ich mich immer wieder, dass ich zunehmend in den Opfermodus zurückrutsche. Soll heißen: Ich mache Gott und die Welt für meinen Gesundheitszustand verantwortlich. Ziemlich destruktiv, würde ich sagen. Es ist aber auch so viel leichter, alles von mir wegzuschieben, als selber Verantwortung für mein Handeln, für mein Leben zu übernehmen. Entweder ist es mir zu heiß, zu laut, die Corona Krise nervt, etc. Ganz egal, was sich grade anbietet: Es wird dankbar von mir angenommen;-). Nur führt es zu nichts. Im Gegenteil: Ich verpasse viele Chance und Gelegenheiten, um wieder zu Kräften zu kommen oder einfach ein glücklicheres Leben zu führen. Ich halte mich selber davon ab…

Alte Verhaltensweisen und Strukturen haben dann eher wieder Platz zurückzukehren und sich breit zu machen- in der Opferrolle. Manchmal macht es mir noch sehr viel Angst, wenn sich neue , gesunde Verhaltensweisen langsam etablieren und immer stärker werden.. Sie alte Strukturen verdrängen … Damit komme ich manchmal noch nicht so gut klar. Dann habe ich das Gefühl, etwas zu verlieren.. Etwas, was in schweren Zeiten immer verlässlich da war (ist). Wie ein guter Freund. Niemand möchte einen guten Freund verlieren… Ich auch nicht. In Zukunft wird es aber wichtig werden, die alten Strukturen gehen und mich zu 100% auf Neues einzulassen. Vielleicht ist die Bereitschaft dafür in Krisenzeiten noch nicht vorhanden??? Möglich wäre es. In normalen Zeiten, also ohne Krise, lebe ich all die neu erlernten gesunden Strukturen und Verhaltensweisen. Sie haben einen festen Bestandeil im Alltag. Nur ist jetzt grade keine normale sondern Krisenzeit. Nach wie vor.

Und trotzdem versuche ich grade jetzt ganz bewusst destruktive Gedankengänge und Verhaltensweisen zu unterbrechen; sie zu identifizieren und zu entlarven. Dadurch nehme ich ihnen ihre Macht, denn ich kenne meine Dämonen und weiß mit ihnen umzugehen. Sie mögen es nämlich gar nicht, enttarnt bzw. entlarvt zu werden;-). Können sie dann nicht mehr im Verborgenen agieren und mich weiter manipulieren.

Klar ist es draußen im Moment schwül, heiß und unangenehm; klar nervt die Coronakrise; zumindest zum Teil. Aber das sind nun mal Ereignisse, die von außen an mich herantreten und nicht durch mich verursacht oder verschuldet sind. Diese Erkenntnis hilft mir immer sehr dabei, die Situation anzunehmen und zu akzeptieren. Und trotzdem sind da immer wieder diese kleinen Teufelchen, die rechts und links auf meiner Schulter sitzen und mir immer wieder ins Ohr flüstern: “Ich halte die Hitze nicht länger aus. Ständig diese Kopfschmerzen und Corona hat mein Leben zerstört und mir alles kaputtgemacht.” Ein ganzschön schweres Los, wenn alles wahr wäre, was sie mir ins Ohr flüstern. Jeder negative Gedanke wird aber immer stärker und immer öfter von meinem gesunden Anteil ins Gegenteil verkehrt: Zum Beispiel der sich immer wiederholende, destruktive Gedanke: “Ich halte die Hitze nicht länger aus.” Dem entgegne ich stets mit dem Satz: “Wenn ich es nicht aushalten würde, wäre ich ja nicht mehr am Leben.” Außerdem gibt es ja Abhilfe durch meine beiden Ventilatoren und diverse Kühlakkus. Zudem lässt es sich im Park recht gut aushalten. Auch Gegenfragen gehören zu meinem Repertoire und helfen dabei, die Situation anzunehmen. Ändern kann ich sie ja eh nicht. Die Gegenfrage lautet immer: “Was ist denn so schlimm daran, alles ein wenig langsamer und entspannter anzugehen?” So entstehen wirklich spannenden Dialoge in meine Kopf. Ich muss mich nicht von meinen negativen Gedanken leiten lassen. Es liegt an mir und in meiner Hand es nicht zu tun. Ich muss mich lediglich dafür entscheiden und alte Muster identifizieren, entlarven und sie hinterfragen, ob sie in der heutigen Zeit noch so eine Bedeutung haben, wie sie sich herausnehmen. Aber auch das ist eine Entscheidung, die ich aktiv und bewusst treffen muss. Spannendes Thema! Da gibt es sicher noch eine Fortsetzung. Aber nicht mehr heute;-). Ein anderes Mal.

Dann bis bald, eure Nina