67. Beitrag

Heute ist der beste Tag dieser Woche:-). Ich bin heute freiwillig relativ früh aufgestanden und hatte tatsächlich Lust, liegengebliebenes abzuarbeiten und mich um meinen Büchervorrat zu kümmern. Und das alles im hellen. Das ist oft anders; starte ich nach wie vor oft erst in den Tag, wenn andere von der Arbeit kommen. Zumindest, wenn ich keine Termine habe.

Heute habe ich nach dem frühstücken abgewaschen und bin danach in die Stadt gelaufen, um alte Bücher in der Bibliothek abzugeben und mir neue zu besorgen. Ich habe mir gleich 5 Bücher ausgeliehen:-). Momentan weiß ich ja nie, wann ich wieder in die Stadt komme. Nun habe ich erstmal Vorrat. An guten Tagen wie heute fallen mir solche Erledigungen leichter! Heute war es sogar soweit, dass ich mal wieder so etwas wie Freude oder Lust auf Unternehmungen verspürt habe. Also habe ich diese Energie gleich genutzt. Schon seit Montag bin ich wieder etwas mehr in Bewegung, räume wieder etwas mehr auf, gestalte meine Tage ausführlicher, koche wieder etwas mehr oder bin mit Freunden unterwegs. Zu zweit ist tatsächlich alles viel einfacher!!! Ich mache nach wie vor zuviel alleine. Seien es Unternehmungen, Haushalt, Freizeit, etc. Ich habe immer noch das Gefühl, es allein schaffen zu müssen. Schließlich ist es mein Leben. Und das möchte ich nicht auf mein Umfeld abwälzen. Egal ob es Ärzte, Familie oder Freunde sind. Deren Unterstützung ist Gold wert und trägt mich durch den, nach wie vor, sehr dunklen Alltag… Und trotzdem muss ich es allein schaffen; allein laufen, ohne Hilfsmittel. Momentan auch mit immer weniger Beruhigunsmitteln abends. Natürlich schlafe ich dadurch schlechter; wache öfter auf oder schlafe abends nicht so gut ein. Und trotzdem fühle ich mich ohne Beruhigungsmittel besser! Ich bin morgens deutlich früher fit und wach! Das macht ziemlich viel aus! Insbesondere dann, wenn man, so wie ich, dabei ist, sich eine geordnete Tagesstruktur zurückzuerobern. Da macht es wenig Sinn, wenn der halbe Tag mitten in der Nacht stattfindet und das Leben eigentlich an mir vorbeizieht…

In meinem letzten Post habe ich ja vom Einklang von Körper, Geist und Seele geschrieben. Auch dadurch schaffe ich es langsam, von den Beruhigungsmitteln wegzukommen! ich vertraue auf meinen Körper, dass er mir auch ohne Hilfsmittel genug Schlaf gibt. Ich muss ihn dabei natürlich unterstützen. Stehe ich zum Beispiel morgens früher auf, bin ich abends auch früher müde. Bewege ich mich mehr, sowohl an der frischen Luft als auch durch Aktivitäten im Haushalt, Treppen steigen, etc., wird mein Körper auch eher müde und kann nachts besser schlafen. Ich spüre ja selber, dass es mir auf Dauer nicht gut tut, so lange zu schlafen und den halben Tag zu verpassen… Das zu ändern erfordert wiederum sehr viel Kraft und einen starken Willen! Zumindest die ersten Wochen. Irgendwann wird es sich hoffentlich etwas besser einspielen. Da braucht es noch etwas Zeit. Ich versuche, mir diese zu geben und mich bestmöglich zu unterstützen. Mal schauen, wie es die nächsten Tage aussieht:-).

Bis bald, eure Nina

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